Entlang der Côte d’Azur

Menton - Provence grenzt an Italien

Der östlichste französische Ort an der Côte d’Azur

Menton, die Stadt der Gärten und der Zitrusfrüchte, liegt an der Côte d’Azur, nur einen Katzensprung vom Fürstentum Monaco entfernt.

Gravan ist ein Stadtteil von Menton, der direkt an Italien grenzt. Das Flair der Provence mischt sich hier mit dem Temperament Italiens. Wenn man durch die Gassen und Promenaden von Menton läuft könnte man nicht mit Bestimmtheit sagen, ob man in Frankreich oder Italien ist.

Aber nicht nur diese interessante Mischung mediterraner Lebensart macht die Stadt im französischen Departement Alpes-Maritimes zu einem sehr beliebten Reiseziel. Wer einmal der Magie von Menton erlegen ist wird wohl immer wieder in dieses Kleinod Frankreichs zurückkehren.

Eine Stadt mit 300 Sonnentagen im Jahr

Man muss als Urlauber dieser Stadt wohl kaum mal den Wetterbericht anschauen. Die Region um Menton ist bekannt für das milde Klima mit durchschnittlich 300 Sonnentagen im Jahr. Das Geheimnis dieses beneidenswerten Klimas liegt darin, dass Menton halbkreisförmig in den Ausläufern der Seealpen liegt. Dadurch wird Menton vor den Mistralwinden geschützt. Dies ist besonders im Winter sehr vorteilhaft und verschafft Menton den Ruf, im Winter der wärmste Ort an der Côte d’Azur zu sein. Schnee kennt man hier im Prinzip nicht. Statistisch gesehen schneit es nur einmal im Jahrzehnt.

Die beste Reisezeit für Urlauber, die nicht unbedingt sehr heißes Wetter leiben, liegt im Frühling und im Herbst.

Auf der Flucht vor dem kalten Winter Englands

Man trifft in Menton heute zu allen Jahreszeiten Urlauber aus dem Norden Europas. Allerdings scheint die Anzahl der Engländer besonders hoch zu sein. Die "Invasion" von Menton begann vor fast 200 Jahren durch einen Engländer mit Namen Lord Brougham, der die Region für sich und andere im folgende Landsleute entdeckte. Die Beliebtheit der Stadt bei den englischen Persönlichkeiten der letzten beiden Jahrhunderte zeigt sich u.a. in den Straßennamen wie der Avenue Winston Churchill, und auch der Statue von Königin Victoria von England an der Strandpromenade von Menton.

Die Zitrone ist mehr als nur ein Wahrzeichen

Das Klima in Menton lässt Früchte, Gemüse und Blumen prachtvoll gedeihen. Trotz dieser Vielfalt bleibt aber die Zitrone die wichtigste Südfrucht der Region. Bei dem hervorragenden Klima tragen die Zitronenbäume das ganze Jahr über Früchte.

Die gelben Früchte sind überall zu sehen und werden zu speziellen Delikatessen wie Zitronenmarmelade und Likören verarbeitet.

Jährlich wird gegen Ende Februar / Anfang März das Zitronenfest "Fête du Citron“ gefeiert. 20 Tage lang stehen diese Feierlichkeiten im Zeichen der Zitrone und dominieren Teile des Stadtbildes.

Diese Tradition wird bereits seit 1935 begangen. Ein Höhepunkt dieses Festes ist der Umzug „Korso der goldenen Früchte“. Dabei werden riesige Figuren gezeigt, die aus Tausenden von Zitronenfrüchten erschaffen werden.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Menton

Die barocke Kathedrale Saint-Michel

Die zwischen 1619 und 1653 erbaute Basilica St-Michel-Archange ist wohl die größte Barockkirche von Südfrankreich, auch wenn man sich diesen Titel wohl selbst gegeben hat. Das innere der Kirche ist durch Gold und Marmor geprägt, aber besonders sehenswert ist der Hochaltar mit dem heiligen Michael,
dem Schutzheiligen der Stadt Menton.

Musee des Beaux-Arts - das Museum der schönen Künste

Dieses Museum befindet sich am westlichen Ende von Menton im rosa-weißen Palais Carnoles, das sich die Fürsten des Hauses Grirnaldi im 18. Jahrhundert als Sommerresidenz errichten ließen. Hier können Gemälde von französischen, flämischen und italienischen Malern des 14. bis 17. Jahrhunderts besichtigt und bewundert werden.

Musee Jean Cocteau

Das Museum befindet sich in der mit ansehnlichen kleinen Türmchen versehenen Hafenbastion aus dem 17. Jahrhundert. Der damals in Menton ansässige Künstler Jean Cocteau lebte von 1889-1963. Das Museum hat er noch selbst zu seinen Lebenszeiten gegründet.

Der Besucher des Museums kann eine Reihe von Skizzen, Bleistiftzeichnungen, Mosaiken, der erste Bildteppich und einige Bilder aus dem Inamorati-Zyklus bewundern.

Die Uferpromenade "Promenade du Soleil"

Die Promenade du Soleil streckt sich vom Hafen im Stadtzentrum von Menton
über etwa 1,5 Kilometer bis zum Cap-Martin. Bei einem ausgedehnten Bummel passiert man Strände, Restaurants und sehenswerte Appartementhäuser, die einst in den 1930er Jahren maßgeblich für betuchte Pariser errichtetet wurden.

Die Halles Hunicipales - der Stadtmarkt

Hier kann man neben den tausenden von Zitronen fast jede Zutat für die regionale Küche erwerben. Obst und Gemüse, fangfrischen Fisch, Fleisch - man sollte einfach mehr als nur einen genießerischen Blick darauf werfen.

 

Hinweise und Tipps

In der Umgebung von Menton gibt es eine Reihe von interessanten kleinen Orten. Dazu gehört das malerische Dorf Ste-Agnes, das nicht von Mentos entfernt liegt.

Dieses Bergdorf liegt 780 Meter über dem Meer und erscheint wie an eine Felswand geklebt. Das Dorf gilt als Europas höchstgelegener Küstenort. Der Ort ist ein sehr sehenswertes mittelalterliches Kleinod.